Wer ist Ihre größte Inspiration und weshalb?

Das wäre Warren Buffett. Ich bewundere seine Einstellung wie man ein Business führt. Ich finde ihn wirklich inspirierend, die Art wie er die Zukunft voraussieht und wie er bevorstehende Trends in verschiedenen Märkten identifiziert. Er investiert in Projekte mit realen Wert ohne diesen Wert zu überschätzen. Er ist direkt, verlässlich und realistisch. Er weiß wie man ein ausgeglichenes und stabiles Business führt. Dennoch ist er bodenständig und ich denke, dass es sehr wichtig ist den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren – In guten Zeiten genauso wie in schlechten Zeiten.

Was ist Ihr größter Traum?

Nie abhängig zu sein von irgendetwas oder irgendwem. Mein Traum ist es immer meiner Leidenschaft zu folgen und das zu tun was ich für unterhaltend halte. Ich bin davon überzeugt, dass man dazu beitragen kann einen Mehrwert zu schaffen, wenn man eine Leidenschaft hat für das was man tut. Schlussendlich ist das eine Win-Win-Situation für alle. Man kann selbst daraus profitieren und die eigene Umgebung auch. In kurz, mein Traum ist es unabhängig zu sein.

Was ist Ihr bester Ratschlag für junge Unternehmer?

Sich weniger auf die Idee zu fokussieren, sondern mehr auf die Leute die diese Idee verwirklichen.

Aus den verschiedensten Gründen schrecken die meisten davor zurück ihre Ideen mit anderen zu teilen. Daraus folgt die problematische Konsequenz, dass sich Menschen isolieren. Man braucht Menschen um sich, um erfolgreich zu sein. Mein Ratschlag ist daher sich daran zu erinnern, Ideen mit anderen zu teilen. Sprechen Sie offen über Ihre Idee und präsentieren Sie sie allen. So schaffen Sie es andere zu begeistern und sie an Board Ihres Projektes zu holen. Sie werden höchstwahrscheinlich nie erfolgreich sein, wenn Sie nicht die richtigen Leute um sich haben, die andere Perspektiven und unterschiedlichen Eigenschaften als ihre eigenen haben.

Generell haben Menschen die Tendenz dazu ihre eigene Idee über zu bewerten. Tatsächlich hatten wahrscheinlich andere genau die gleiche Idee schon lange bevor Sie sie überhaupt hatten und haben sie, aufgrund zahlreicher Gründe, nicht ausgeführt. Daher sollte der Fokus in der Ausführung der Idee liegen. Wie soll man anfangen. Die Idee selbst hat keinen Mehrwert. Der Mehrwert ist erst dann realisiert, wenn die Idee in einem Businessmodell formuliert wurde.

Nehmen Sie Ageras als Beispiel. Wir sind nicht erfolgreich geworden wegen der Idee an sich. Wir sind erfolgreich geworden wegen den vielen Menschen die zusammen die Idee verwirklicht haben.

Was hätten Sie gerne gewusst bevor Sie mit Ageras gestartet haben, dass Sie jetzt wissen?

Mit dem Risiko zu selbstzufrieden zu klingen, ehrlich gesagt glaube ich, dass wir sehr gut vorangekommen sind. Vielleicht hätten wir, wie wir begonnen haben, einen internationaleren Aspekt in unser Businessmodell einbringen sollen. Allerdings haben wir das nicht getan, da wir zu dem Zeitpunkt wo ganz anders gestanden sind. Internationalisierung war zu diesem Zeitpunkt ganz einfach nicht von Relevanz. Aus diesem Grund stehen wir, Jahre später, vor ganz natürlichen Auswirkungen in Bezug auf unsere Unternehmensinfrastruktur. Ich würde keinesfalls sagen, dass ich es bereue. Damals war unser Ansatz genau der richtige. Es war der richtige Weg Dinge zu tun.

Ich würde jedoch gerne eine Sache betonen. Denken Sie daran die Fahrt zu genießen anstatt sich durchgehend Sorgen über den nächsten Meilenstein zu machen.

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