Sie haben eine Geschäftsidee mit einem Partner oder alleine entwickelt und stehen nun vor der Frage welche Rechtsform wohl die Richtige ist für Ihr Unternehmen. Die GmbH gehört in Deutschland zu den höher angesehenen Rechtsformen und ist deswegen zu empfehlen. Finden Sie hier einen Guide wie man eine GmbH gründet und wie wir Ihnen den passenden Steuerberater zur Seite stellen können, um den Prozess noch einfacher zu machen. 

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Was ist eine GmbH?

Bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung. Hierbei wird die GmbH als juristische Person betrachtet und haftet nur mit dem geschäftlichen Vermögen, nicht mit dem privaten. Um eine GmbH zu gründen ist mindestens eine natürliche Person nötig, jedoch können beliebig viele Gesellschafter beteiligt sein. Eine GmbH kann zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck gegründet werden und ist dadurch nicht zweckgebunden. Das Mindeststammkapital liegt bei 25.000 Euro, welches Bar oder eine Sacheinlage sein kann wie PKWs, Computer oder Immobilien. 

Wie haftet eine GmbH?

Eine GmbH haftet nur mit dem Gesellschaftsvermögen, jedoch erst ab Eintrag ins Handelsregister. Davor sind alle persönlich und solidarisch haftungsfähig, das heißt mit dem Privatvermögen.

Was sind die Rechten und Pflichten eines Gesellschafters?

Gesellschafter haben verschiedene Rechte und Pflichten denen sie nachkommen müssen. Zu den Rechten gehören: Das Stimmrecht auf der Gesellschafter-Versammlung, Das Recht auf Gewinnanteil von dem erwirtschafteten Jahresgewinn und das Recht auf einen Liquiditätserlös. Die Pflichten bestehen aus der beschränkten Haftpflicht und den Einlagen, die im individuellen Vertrag festgelegt werden. 

Aus welchen Organen besteht eine GmbH?

Eine GmbH besteht aus insgesamt drei Organen. Angefangen mit dem Geschäftsführer, der das Unternehmen leitet und nach außen vertritt. Dieser beruft eine Gesellschafterversammlung ein, welche als zweites Organ agiert.  Diese befasst sich unter Anderem mit Beschlüssen zur Gewinnverwendung. Des Weiteren kann in der Gesellschafterversammlung ein Geschäftsführer berufen oder abgewählt werden. Als Letztes Organ gibt es den Aufsichtsrat,welcher die Geschäftsführung überwacht und erst ab 500 Mitarbeitern ein Muss ist. 

Welche GmbH Formen gibt es?

  • UG (Unternehmergesellschaft) (haftungsbeschränkt)
  • gGmbH (gemeinnützige GmbH)
  • Ein-Mann-GmbH: Gesellschafter und Geschäftsführer ist die gleiche Person. Keine weiteren Mitarbeiter notwendig
  • GmbH & Co. KG

Die Unternehmergesellschaft ist eine Form der GmbH. Der größte Unterschied liegt im Stammkapital, da für die Gründung der GmbH ein Stammkapital von 25.000 Euro erforderlich sind, bei der UG jedoch nur 1 Euro. Bei der UG sind die Gesellschafter jedoch dazu verpflichtet im Laufe der Zeit Rücklagen im Wert von 25.000 Euro zu hinterlegen. Deswegen ist die GmbH auch besser angesehen als die UG, da diese als risikoreicher angesehen wird durch das geringe Stammkapital. Ein weiterer Nachteil der UG ist, dass das Stammkapital nicht als Sacheinlage verbucht werden kann.

GmbH & Co. KG steht für Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Compagnie (Kommanditgesellschaft) und ist eine Mischform aus der GmbH und KG. Diese ist jedoch keine Kapitalgesellschaft, sondern eine Personengesellschaft.

Welche Kosten fallen bei der Gründung an?

Neben den 25.000 Euro Stammkapital werden weitere Gebühren fällig. Dabei kann man mit ungefähr 1.000 Euro rechnen. Diese fallen hauptsächlich für den Notar zur Erstellung des Gesellschaftsvertrags und dessen Beurkundung an dazu kommen Gerichtskosten zur Eintragung ins Handelsregister und eventuelle Kosten für eine Gewerbeanmeldung, abhängig vom Ort.

Welche Unterlagen werden bei der Gründung benötigt?

Die wichtigsten Dokumente sind der beurkundete Gesellschaftervertrag und den Nachweis der Bank, dass das Stammkapital auf das Geschäftskonto überwiesen wurde. Des Weiteren ist der Handelsregisterauszug, der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und der Gewerbeschein wichtig. Außerdem sollte direkt eine Eröffnungsbilanz erstellt werden, da diese benötigt wird um eine Steuernummer vom Finanzamt zu erhalten.

Schritt für Schritt zur Gründung

Schritt 1: Gesellschaftervertrag aufsetzen

Schritt 2: Notarielle Beurkundung des Vertrags

Schritt 3: Zahlung des Mindeststammkapital auf Geschäftskonto

Schritt 4: Eintragung ins Handelsregister

Schritt 5: Fragebogen von Finanzamt ausfüllen

Schritt 6: Gewerbe anmelden (eventuell zusammen mit Schritt 5)

Schritt 7: Anmeldung bei weiteren Ämtern (IHK, Bundesagentur für Arbeit)

Wie sieht die Buchhaltung einer GmbH aus?

Die Buchhaltung einer GmbH stellt sich als etwas komplizierter heraus, da keine einfache Einnahme-Überschuss-Rechnung erstellt werden kann, sondern eine doppelte Buchführung vollzogen werden muss. Bei der doppelten Buchführung muss ein Jahresabschluss erstellt werden, welcher eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung, sowie Anhang und Lagebericht beinhaltet.. Deswegen ist es sinnvoll hierfür einen Steuerberater von Anfang an zur Hilfe zu ziehen. 

Welche Steuern müssen bei einer GmbH gezahlt werden?

Das besondere hierbei ist, dass die GmbH keine Einkommenssteuer zahlen muss und somit einen geringen Vorteil hat, da die Körperschaftssteuer niedriger ist als die Einkommenssteuer. 

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Welche Vor- und Nachteile hat eine GmbH?

Vorteile ein GmbH

  • Beschränkte Haftung – keine Haftung auf Privatvermögen
  • Hohe Bekanntheit – hohes Vertrauen 
  • sehr geringe Kosten bei der Gründung, wenn man mit UG anfängt und dann in GmbH später umwandelt
  • geeignet für Einzelgründer oder Teams
  • nicht branchenspezifisch – für alle Branchen geeignet
  • große Spielräume bei Gestaltung des Gesellschaftervertrag

Nachteile einer GmbH

  • 25.000 Euro Stammkapital (die Hälfte muss bei Zeitpunkt der Gründung eingezahlt sein)
  • Gründungsprozess ist relativ aufwendig mit hohen Gründungskosten durch Mindeststammkapital und Notar-Kosten
  • Strenge Buchführungspflichten
  • Doppelte Buchführung

Grundsätzliche Tipps zur GmbH-Gründung

  1. Der Name einer GmbH muss deutlich von anderen unterscheidbar sein und darf kein Marken- oder Namensrecht verletzten.
  2. Die Gewinnausschüttung findet meistens einmal im Jahr statt, je nach Festlegung im Gesellschaftervertrag, indem auch die Anteile festgelegt werden, die dann für die Gewinnausschüttung relevant werden.
  3. Des Weiteren darf das Stammkapital nicht als Gewinn ausgezahlt werden.

Erhalten Sie hier die richtige Hilfe zur Gründung und erfolgreichen Unternehmensführung einer GmbH. Wir haben den richtigen Buchhalter, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, der sie perfekt beraten kann.

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