Steuerberater für Gründer - Hilfe bei Fragen zu Gründung, Finanzierung und Rechtsformen

Am Anfang steht die Idee - und damit der erste Schritt auf dem Weg zum Erfolg. Zuerst kommt der Entschluss, etwas Eigenes starten zu wollen, bevor überprüft wird, ob die Geschäftsidee auch wirklich durchführbar ist. Ein erfolgreicher Existenzgründer wird meist mit einer starken Persönlichkeit beschrieben. Durchsetzungsvermögen, emotionale Stabilität, Selbstmotivation und Risikofreude werden als Erfolgseigenschaften vorausgesetzt. Um jedoch ein erfolgreicher Unternehmer zu werden, bedarf es mehr als nur einer guten Idee und einer leidenschaftlichen Persönlichkeit.

Neben der Verwirklichung des Traumes, sein eigener Chef zu sein und seine Ideen umzusetzen, gibt es reichliche betriebliche, organisatorische und steuerliche Aufgaben zu beachten. Um einen erfolgreichen Weg zu beschreiten, auf dem auch langfristig alles gut läuft, sind ordnungsgemäße Vorbereitung und Planung entscheidend. Vor allem am Anfang der Gründungsphase verschenken viele Unternehmer wichtige Chancen. Legen Sie sich selbst keine Stolpersteine in den Weg - ein guter Steuerberater kann Ihnen viele Vorteile in der Existenzgründung bringen.

Wie kann mir ein Steuerberater in der Existenzgründung helfen?

Die Gründung eines Unternehmens realisiert sich in verschiedenen Schritten, bei denen eine kompetente steuerliche Beratung sinnvoll ist. Als Gründer eines Startups möchte man sich am liebsten rund um die Uhr auf die Verwirklichung der Geschäftsidee konzentrieren. Ihr eigener Fachbereich liegt Ihnen am besten - doch was die Themen Buchführung, Firmengründung und Steuern betrifft, brauchen Sie professionelle Unterstützung. Sie kennen die Lohnsteuer oder Umsatzsteuer wahrscheinlich aus der Position als Angestellter, doch jetzt als Unternehmer oder Arbeitgeber ist es besonders wichtig, alle Regeln zu kennen. Dabei kommen viele Fragen auf: Wie fange ich an und wie gehe ich hier vor, um alles richtig zu machen? Startups und junge Unternehmen geraten oft in Schwierigkeiten, wenn notwendige betriebliche und steuerliche Aufgaben erledigt werden müssen und führen dadurch nicht selten ihr Unternehmen in die Insolvenz.

Was macht ein Steuerberater für Existenzgründer?

Hier bei Ageras bearbeiten wir kontinuierlich Kundenanfragen zum Thema Existenzgründung. Dabei befindet sich der Kunde meist in der Anfangsphase der Existenzgründung und der Bedarf nach einer steuerlichen Beratung wird deutlich. Hierbei wird vor allem Unterstützung zur Umsatzsteuer, zum Jahresabschluss, zur Finanzbuchhaltung und allgemein zur Existenzgründung angefragt. Ein guter Berater kann Ihnen jedoch nicht nur die Last der ermüdenden Formulare abnehmen, sondern bietet weitere große Vorteile. Bei diesen wichtigen Fragen kann ein Steuerberater helfen:

  • Wahl der angemessenen Rechtsform
  • Formulierung von Vertragswerken
  • Ansetzung von Steuer-Vorauszahlungen
  • Ordnungsgemäße Buchführung und Verwaltung von Belegen
  • Übersicht über anfallende Steuern und deren Fristen
  • Externes Controlling
  • Beratung bei Finanzierungsfragen
  • Abschlüsse, Bilanzen und Steuererklärungen

Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich einen Steuerberater zu suchen?

Unterstützung schon vor der Gründung

Ab wann sollte man einen Steuerberater zu Rate ziehen? Kurz gesagt: schon von Anfang an. Schon vor der Gründung kann ein Steuerberater durch eine Erstberatung mit dem Existenzgründer das Konzept der Geschäftsidee durchsprechen und dabei prüfen, ob die notwendigen Voraussetzungen vorhanden sind, um die Geschäftsidee zu realisieren. An dieser Stelle ist vor allem auch die steuerrechtliche Beratung von konsequenter Bedeutung, da sich nicht unbedingt alle Ideen verwirklichen lassen. Besonders in dieser Startphase ist eine professionelle steuerliche und rechtliche Unterstützung ratsam.

Als Gründer wägt man die Kosten für einen Steuerberater eventuell gegen den Nutzen und die voraussichtlichen Vorteile ab. Ein großer Vorteil muss hier hervorgehoben werden: Ein Steuerberater sorgt dafür, dass Sie die Vielzahl an gesetzlichen Regelungen einhalten und als Unternehmer gegen keine Gesetze verstoßen. Jedes Startup ist anders, so wie jeder Gründer auch eigene Voraussetzungen hat. Ein kompetenter Steuerberater geht auf den individuellen Charakter mit einer sorgfältigen Analyse ein und kann wertvolle Tipps zur strategischen Planung der zu gründenden Firma geben.

Von der Geschäftsidee zum Businessplan

Sobald Sie sich entschieden haben, Ihre Idee zu verwirklichen, kann Ihnen ein Steuerberater schon bei der Ausarbeitung Ihres Unternehmenskonzeptes helfen. In der Erarbeitung eines erfolgreichen Geschäftsmodells sollte ein Businessplan erstellt werden, um eine Grundlage für die Kapitalbeschaffung zu schaffen. In diesem Prozess kann der Steuerberater beurteilen, ob es sich bei der Geschäftsidee auch um ein Konzept handelt, dass auf lange Sicht profitabel ist. Bei der Erstellung des Businessplans wird der Gründer mit potenziellen Schwachpunkten in dem Konzept konfrontiert, die sonst erst im laufenden Betrieb auffallen würden - und dann mit hohen Kosten verbunden wären.

Der Businessplan enthält nicht nur das konkrete Unternehmenskonzept, sondern auch einen Finanzplan mit den finanziellen Bausteinen des geplanten Unternehmens. Ein neues Unternehmen kann aus Eigenkapital, einem Darlehen von einer Bank oder Fördermitteln gegründet werden. Falls Sie sich für eine Darlehensbeantragung bei einer Bank entscheiden, dann ist hier die Erstellung eines Businessplans einer der ersten Schritte. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass der Businessplan sowohl vollständig als auch fehlerfrei ist, da ein durchdachtes Konzept als überzeugendes Argument gilt. Ein Businessplan ist auch nötig um andere Fördermitteln zu beantragen, die das Bundesland, die Städte und der Staat Existenzgründern anbietet. Auch hier wird der Steuerberater darauf achten, dass die Fördermöglichkeiten rechtzeitig beantragt werden, so dass keine Vorteile verpasst werden.

Was ist die richtige Unternehmensform?

Auch die angemessene Wahl der Rechtsform des Unternehmens kann den Erfolg - oder Misserfolg - eines neuen Unternehmens bedeuten. Der Steuerberater wird dem Gründer die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Rechtsformen (z.B. GmbH, Einzelunternehmen, GmbH & Co. KG) erklären. Zudem wird der Steuerberater feststellen, wie viele Steuern zu einem späteren Zeitpunkt zu zahlen sind und wie das Unternehmen angemeldet werden muss. Ein wichtiger Punkt: Der Steuerberater stellt fest, ob das Unternehmen als freiberufliches Unternehmen angemeldet werden kann oder als Gewerbebetrieb definiert wird. Gegenüber Gewerbetreibenden gilt ein entscheidender Vorteil für Freiberufler: Es muss keine Gewerbesteuer gezahlt werden, wohingegen Gewerbetreibende Unternehmer etwa 14% von ihrem Gewinn als Gewerbesteuer abführen müssen.

Bei der Wahl der Rechtsform spielen folgende Kriterien eine Rolle:

  • Nötiges Mindestkapital
  • Anzahl der Gründer
  • Gründungsaufwand
  • Form der Buchführung & Steuerbelastung
  • Finanzierung & Beteiligungsmöglichkeit
  • Haftungsbeschränkungen auf das Gesellschaftsvermögen
  • Image des Unternehmens

Die von Existenzgründern bevorzugte Rechtsform ist die Gründung als Einzelunternehmen, da sie mit wenig Aufwand und Kosten verbunden ist. Der Name bezieht sich nur auf den einzelnen Gründer, somit können auch Mitarbeiter angestellt werden. Allerdings ist der Nachteil bei dieser Rechtsform, dass der Einzelunternehmer auch mit seinem Privatvermögen haftet. Als Alternative dazu wäre eine Gesellschaftsform zu empfehlen, bei der die Haftung auf das Geschäftsvermögen beschränkt ist.

Bei einer Einpersonen Gmbh sind die Gründungskosten und der laufende Aufwand für Buchhaltung und Bilanzierung höher. Zudem beträgt das Mindestkapital bei der Gründung 25.000 Euro, wovon zunächst jedoch nur die Hälfte eingezahlt werden muss. Eine Variante mit weniger Mindestkapital ist die ebenfalls haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft - hier liegt das GmbH-Gesetz zugrunde. Diese Unternehmensform kann theoretisch schon mit 1 Euro Stammkapital gegründet werden. Aus diesem Grund wird sie oft auch als “Mini GmbH” bezeichnet.

Wenn die Firma mit einem oder mehreren Partnern gegründet wird, dann bestehen weitere Wahlmöglichkeiten bei der Rechtsform. Es gibt immer eine Lösung, die den Interessen und Zielen eines Unternehmens am besten entspricht, wobei ein kompetenter Steuerberater die Vor- und Nachteile jeder Rechtsform präsentieren kann. Allgemein prägt die Rechtsform auch nach der Gründungsphase das Unternehmen. Da ein späterer Wechsel mit hohen Kosten verbunden sein kann, sollte die Wahl genau bedacht werden.

Gewerbeanmeldung und der steuerliche Erfassungsbogen

Jeder Gründer muss sein Unternehmen anmelden. Als Gewerbetreibender, also jemand der in Deutschland Waren oder Dienstleistungen verkaufen oder damit Handel betreiben möchte, benötigt einen Gewerbeschein, den man beim örtlichen Gewerbeamt beantragen kann. Davon sind nur Freiberufler (z.B. Rechtsanwälte, Ärzte oder Künstler) ausgenommen, wobei das Finanzamt schließlich entscheidet, ob ein Freier Beruf vorliegt oder nicht. Sobald das Gewerbe angemeldet ist, teilt das Gewerbeamt dem Finanzamt, der Berufsgenossenschaft und gegebenenfalls der Handelskammer bzw. Handwerkskammer die Anmeldung mit.

Daraufhin erhält der Gewerbetreibende den steuerlichen Erfassungsbogen automatisch vom Finanzamt. Alle Selbstständigen müssen den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt einreichen. Daraufhin erhält man seine Steuernummer, die man benötigt um Rechnungen ausstellen zu können. Zusätzlich ist zu prüfen ob man einer Berufsgenossenschaft, dem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, angehört. Bei der Beschäftigung von Arbeitnehmern ist man verpflichtet sich dort innerhalb einer Woche anzumelden. Das Ausfüllen des steuerlichen Erfassungsbogens sollte von einem Steuerberater unternommen und geprüft werden, da falsche Angaben teilweise nicht mehr korrigiert werden können. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass falsche Angaben zum Vorwurf der Steuerhinterziehung gegenüber dem Gründer führen können.

Wie kann der Steuerberater besonders nach der Gründung helfen?

Nachdem Sie als Gründer die ersten Schritte der Gründung gemeistert haben und die Geschäftsidee Substanz annimmt, kommen weitere Aufgaben auf Sie hinzu, bei denen der Steuerberater aushelfen kann. Sobald die Gründung abgeschlossen ist, müssen die Lohnbuchhaltung und die Buchführung eingerichtet werden. Auch wenn diese selbstverständlich vom Gründer selbst übernommen werden können, können diese Aufgaben dem Steuerberater übertragen werden. Die Gründungsphase kann sich gegebenenfalls auch über einen längeren Zeitraum erstrecken, wobei diese Aufgaben auch schon vorher bearbeitet werden müssen - auch deshalb wird ein Steuerberater schon vor der Gründung empfohlen.

Ist das Unternehmen bilanzierungspflichtig, so wird nun nach der Gründung auch die erste Rechnung geschrieben und eine ordentliche Buchführung sollte errichtet werden, wobei Rechnungseingangs- und ausgangsbücher geführt werden müssen. Bei Rechnungen sollten Sie die notwendigen Pflichtangaben (z.B. den anzuwendenden Umsatzsteuersatz) nicht unterschätzen, da formelle Fehler in Rechnungen erhebliche Nachforderungen vom Finanzamt verursachen können. Bei der korrekten Erstellung von Rechnungen kann ein Steuerberater wertvolle Unterstützung geben.

Nicht alle Arbeiten können allerdings vom Unternehmer an einen Steuerberater abgegeben werden. Die Fahrtenbücher und das Kassenbuch müssen Sie als Unternehmer immer selbst führen, da diese zeitnah ausgefüllt werden müssen. Als Existenzgründer sind Sie jedoch dazu verpflichtet, regelmäßige Steuererklärungen und Jahresabschlüsse zu erstellen - jeder Unternehmer muss die jährliche Steuererklärung einreichen. Zusätzlich kann die Verpflichtung zu Steuervoranmeldungen bestehen. Wenn Mitarbeiter in dem Unternehmen beschäftigt sind, dann müssen Lohnsteuervoranmeldungen abgegeben werden.

Die Buchhaltung, Erstellung des Jahresabschlusses und die Umsatzsteuervoranmeldung sind alles Aufgaben, mit denen der Steuerberater den Gründer erheblich entlasten kann. Der Steuerberater beachtet dabei auch Fristen, so dass keine Verspätungsgelder oder Zinsen zu zahlen sind. Später, wenn das Unternehmen läuft, kennt der Berater bereits den Betrieb und kann neben Steuererklärungen und der laufenden Buchhaltung auch weitere Finanzierungsangebote überprüfen.

Schaffen Sie sich mehr Zeit

Auch wenn Sie ein sehr weitreichendes steuerrechtliches und rechtliches Wissen besitzen, dann kann ein Steuerberater Ihnen viele Vorteile bringen. Der Berater kann Ihnen nicht nur Kosten sparen und Ihnen bei der Planung helfen, sondern auch wertvolle Zeit sparen. Jeder Unternehmer, der sich um die Erstellung der Jahresabschlüsse und die Buchführung selbst kümmert, muss dafür monatlich sicher mehrere Stunden - wenn nicht sogar Tage - investieren. Die wichtigste Ressource Zeit spielt für junge Unternehmer immer eine wichtige Rolle, da sich diese auf ihre neue Geschäftsidee und ihre wertvollen Kunden konzentrieren möchten. Die Kosten für einen Steuerberater machen sich meist schon ab der ersten Steuerabrechnung mehrfach bezahlt. Nicht nur werden alle Regeln sorgfältig beachtet und damit keine Fehler begangen, sondern auch potenzielle Kostenersparnisse und Steuerrückzahlungen entdeckt.

Mit einem aufmerksamen und erfahrenen Partner an der Seite werden die vielen Verpflichtungen in der Gründungsphase deutlicher. Ein kompetenter Berater kann Ihnen schon vor der Gründung dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu fällen, damit die Geschäftsidee zur profitablen Realität wird, von der Sie auch leben können. Je nach Branche, Produkt und Tätigkeit helfen wir Ihnen gerne dabei, den passenden Berater für Sie zu finden. Für Unternehmer, die sich mit ihrer Idee auf unsicherem Terrain bewegen, ist ein auf Existenzgründung spezialisierter Berater überaus wertvoll. Nutzen Sie schon heute die Vorteile eines Beraters und bekommen Sie bei uns 3 unverbindliche Angebote von Steuerberatern in Ihrer Nähe! 

Posted: 11 Sep, 2017 (Updated: 18 Oct, 2017)

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