7 Tipps für gemeinnützige Organisationen: So nutzen Sie Social Media

Die Methoden von Non-Profit-Organisationen, um neue Mitglieder und Interessenten zu erreichen, haben sich in letzter Zeit verändert. Durch das Internet ist heutzutage die ganze Welt nur einen Mausklick entfernt.

Mit einer starken Online-Präsenz können Sie es die Welt wissen lassen, dass Sie existieren, sie von Ihrer Mission überzeugen und zugleich Spenden einsammeln. Dabei ist es jedoch wichtig, die Online-Aktivitäten mit einem soliden Social-Media-Plan zu gestalten - ein einfacher Button mit “Jetzt spenden” auf Facebook und die Hoffnung auf gutmütige Fans genügen nicht. Wir geben Ihnen 7 Tipps für eine durchdachte Social-Media-Strategie.

 Inhaltsverzeichnis

  Tipp 1: Suchen und finden Sie Ihre Zielgruppe 
  Tipp 2: Wählen Sie Ihre Kanäle 
  Tipp 3: Bilden Sie ein Team 
  Tipp 4: Posten Sie regelmäßig 
  Tipp 5: Erzählen sie eine visuelle Geschichte 
  Tipp 6: Aktivieren Sie Ihre Follower in Ihrer Nachricht 
  Tipp 7: Zeigen Sie Ihren Spendern Wertschätzung 

Tipp 1: Suchen und finden Sie Ihre Zielgruppe

Wen möchten Sie mit Ihrer Nachricht erreichen? Und wo finden Sie diese Zielgruppe in sozialen Netzwerken? Wie und wo kommunizieren sie im World Wide Web miteinander?

Jede Plattform besitzt ihre eigene Identität: Auf LinkedIn und XING finden Sie beispielsweise ein anderes Publikum als auf Pinterest. Bedenken Sie auch, dass diese Präferenzen für bestimmte Plattformen sehr länderspezifisch sein können. So ist WhatsApp zum Beispiel in Deutschland beliebter als in anderen Ländern.

Sie können sich die Suche erleichtern, indem Sie zu Ihren Zielgruppen Umfragen durchführen und dabei herausfinden, welche Plattformen sie am häufigsten nutzen.

Tipp 2: Wählen Sie Ihre Kanäle

Sobald Sie ein konkretes Bild davon haben, wo Ihre Zielgruppe online aktiv ist, können Sie Ihre Online-Präsenz dorthin erweitern. Überstürzen Sie dabei nichts - konzentrieren Sie sich lieber auf einen Kanal richtig und seien Sie dort aktiver, als dass Sie auf mehreren Plattformen weniger aktiv sind.

Wenn Sie jedoch auf verschiedenen Plattformen aktiv sind, dann ist eine durchdachte Koordination wichtig. Dabei ist eine einheitliche Geschichte, die auf allen Kanälen erzählt wird, von großem Vorteil.

Wenn Sie bereits einen Newsletter haben, dann können Sie in den E-Mails auf Ihre Social-Media-Profile hinweisen. Dies funktioniert auch umgekehrt - teilen Sie Ihren Followern mit, wie Sie sich für den Newsletter anmelden können, um somit nie ein neues Update zu verpassen. Erregen Sie mit einem Screenshot als Kostprobe den Appetit auf weitere Inhalte. Verlinken Sie auch zu anderen Profilen und Blogartikeln und vergessen Sie dabei nicht, entsprechende Hashtags zu integrieren.

Tipp 3: Bilden Sie ein Team

Ihre Social-Media-Aktivitäten sind möglicherweise von mehr als einer Person abhängig und verschiedene Mitarbeiter verwalten unterschiedliche Kanäle. Stellen Sie einen Koordinator ein, der ein Team aus verschiedenen Abteilungen bildet und verwaltet. Integrieren Sie Erkenntnisse aus HR, Marketing und Kundenmanagement, um alle Nachrichten strategisch zu koordinieren.

Wie einigen Sie sich auf eine einheitliche Geschichte, die auf allen Kanälen erzählt werden soll? Welche Inhalte möchten Sie anbieten? Welche Ziele wollen Sie damit erreichen? Nutzen Sie diese Fragen, um einen Social-Media-Plan zu erstellen. Setzen Sie sich messbare Ziele, zum Beispiel mehr Follower, mehr Freiwillige, mehr Abonnements für Ihren Newsletter oder mehr Traffic für Ihre Website. Durch mehr Likes und einer größeren Reichweite bekommen Sie mehr Aufmerksamkeit, wobei eine größere Anzahl an Klicks auf ein wachsendes Interesse an Ihrer Organisation und dessen Ziele hinweist.

Wenn Sie konkrete Ziele festlegen, ist es einfacher, Fortschritte zu überwachen. Legen Sie zum Beispiel Tabellen an, in denen Sie die Daten geordnet auswerten können. Überprüfen Sie dabei stets, was funktioniert und was angepasst werden könnte - und stimmen Sie Ihre Strategie und Aktivitäten entsprechend ab. Stellen Sie dabei klare Regeln und Richtlinien für das Team auf: Was darf das Team an Inhalten teilen und was nicht? Wer besitzt welche Passwörter und Anmeldedaten? Bieten Sie darüber hinaus Ihrem Team Workshops und Schulungen an, um die Kanäle und neuesten Trends am besten ausnutzen zu können.

Tipp 4: Posten Sie regelmäßig

Wenn Sie sich für einen Kanal entschieden haben, dann sollten Sie diesen nicht vernachlässigen. Somit ist besser, wenn Ihre Organisation dort nicht vertreten ist, als dass Sie Ihre Follower dort nicht mit regelmäßigen Updates auf dem Laufenden halten. Dabei kann Ihnen ein Redaktionskalender helfen: Erhalten Sie einen praktischen Überblick darüber, welche Inhalte auf welchen Kanälen veröffentlicht werden.

Keine Sorge: Es werden keine 20 Posts pro Tag von Ihnen erwartet. Kleinere gemeinnützige Organisationen zielen auf 2 Posts pro Monat ab - größere Organisationen sollten mindestens einmal pro Woche einen Beitrag veröffentlichen. Seien Sie konsistent und bauen Sie so zu Ihren Fans Vertrauen auf.

Haben Sie eine größere Kampagne oder Sammelaktion geplant? Dann ist es ratsam, regelmäßige Updates zu posten. Teilen Sie zum Beispiel eine Infografik eines Spendenbarometers mit - wie viel Geld haben Sie schon gesammelt und was haben Sie bereits erreicht? Veröffentlichen Sie Bilder, die Ihre Arbeit darstellen und Ihren Followern einen Einblick hinter die Kulissen geben. Teilen Sie auch Geschichten von Menschen, denen die Spendengelder helfen konnten.

Teilen Sie einen kurzen Teaser auf Facebook oder Pinterest, der auf die ganze Geschichte in Ihrem Blog oder auf Ihrer Webseite verlinkt. Durch regelmäßiges Posten können Sie schnell Ihr Online-Portfolio aufbauen und damit Ihre Organisation zu einer wertvollen Informationsquelle machen.

Tipp 5: Erzählen sie eine visuelle Geschichte

Ihre geteilten Posts sollten sich nicht zu endlosen Textblöcken anreihen - konzentrieren Sie sich überwiegend auf visuelle Elemente. Fotos, Videos und Infografiken locken wesentlich mehr Likes und Klicks an und laden auch zum Teilen ein. Auch Zitate, die mit einem schönen Foto gepaart sind, kommen auf sozialen Medien bei Fans gut an.

Vergessen Sie dabei nicht, Ihr Profilfoto für die sozialen Medien entsprechend anzupassen, insbesondere wenn Ihr Logo viel Text enthält. Die effektivsten Profilfotos sind bunt, einfach und enthalten wenig Text. Verwenden Sie den gleichen Avatar auf jeder Plattform, damit Sie erkennbar bleiben und Ihre Zielgruppe nicht verwirren.

Tipp 6: Aktivieren Sie Ihre Follower in Ihrer Nachricht

Besonders bei großen, internationalen Non-Profit-Organisationen kann es sein, dass die Mitglieder und Follower auf der ganzen Welt verteilt sind. Machen Sie Ihre Gefolgschaft zum Teil des Erlebnisses.

Planen Sie einen neuen Werbespot? Dann könnten Sie atmosphärische Bilder in einen schönen Film zusammenschneiden und anschließend hochladen. Sammeln Sie Fotos Ihrer Auslandsmissionen und laden Sie dazu Teaser auf Twitter, Instagram oder Pinterest hoch - so erlauben Sie Ihren Followern einen Einblick in Ihre Arbeit. Oder veröffentlichen Sie Interviews mit Mitarbeitern aus allen Bereichen der Non-Profit-Branche und geben Sie so Freiwilligen, Wissenschaftlern, dem CEO und vielen anderen die Möglichkeit, zu Wort zu kommen. Ebenso können Live-Tweets von Ihren Events und Berichterstattungen direkt über Facebook-Live den User effektiv mit einbringen.

Tipp 7: Zeigen Sie Ihren Spendern Wertschätzung

Zeigen Sie Ihre Wertschätzung für Ihre Spende und teilen Sie zum Beispiel ein kurzes “Dankeschön-Video” auf Twitter oder Instagram. Sie könnten auch eine einfache, aber kreative Grafik mit einer Danksagung hochladen und den Empfänger gegebenenfalls in der Bildunterschrift verlinken. Auf Pinterest könnten Sie auch eine “Hall of Fame” einrichten, wo Sie alle Ihre Helden/Spender auf einer Pinnwand zusammenbringen.

Machen Sie Ihren Spendern klar, dass Sie Mitglieder einer exklusiven Gruppe sind und dass diese Exklusivität alle möglichen Extras mit sich bringt. Bringen Sie Ihre Mitglieder in geschlossenen Gruppen auf Facebook, LinkedIn und XING zusammen, organisieren Sie Google Hangouts und spezielle Online-Veranstaltungen (z. B. “Fragen Sie unsere Experten”). Eröffnen Sie einen Dialog mit Ihren Followern: Schreiben Sie Kommentare, geben Sie Likes und teilen Sie Empfehlungen. Auf diese Weise bauen Sie Vertrauen und Zuverlässigkeit auf.

Bleiben Sie sich hierbei treu und seien Sie respektvoll: Wenn Sie Ihre Fans mit zahlreichen Spendenaufforderungen bombardieren, dann erreichen Sie schnell den gegenteiligen Effekt und erzeugen ein negatives Image. Zeigen Sie Ihren Spendern, dass Sie sich auch nach der Geldeinzahlung weiter für sie interessieren. Nutzen Sie die sozialen Medien um Ihre Organisation in dem Licht darzustellen, welches Sie mit Ihrer Vision erzielen wollen.

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Posted: 20 Mar, 2018

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