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Geschrieben von Clara Farsky in News am 03 May, 2017

Investmentfonds: Wie Sie das Risiko streuen können

Wer sich entscheidet sein Geld zu investieren, sollte an die Vorteile von Investmentfonds denken. Schon mit kleinen Beträgen können in Portfolios aus Wertpapieren und Immobilien investiert werden. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die sieben Fondsarten.

Was ist ein Fonds?

Ein Fonds ist eine Sammlung verschiedener Aktien, Anleihen oder Immobilien. Für Anleger die das Risiko streuen möchten, werden unterschiedliche Fonds empfohlen. Die Geldanlage in Fonds ist ein Investment das mehrere Vorteile mit sich bringt:

Einer der größten Vorteile ist die Risikostreuung. Jede Geldanlage unterliegt Wertschwankungen. Durch das Splitten des Bündels aus verschiedenen Aktien, Anleihen oder Immobilen, wird das Risiko auf verschiedene Projekte verteilt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anleger seine ganzen Ersparnisse verliert, ist sehr gering.

Ein weiterer Vorteil ist der geringe Zeitaufwand. Die Investmentgesellschaft hat die Kompetenz und Erfahrung und behält fortlaufend den Überblick über Kursschwankungen und Marktentwicklungen. Ihre Assets werden von einem Fondsmanager verwaltet: Research, Investment und strategische Entscheidungen liegen in seinen Händen.

Die meisten Fonds haben sich auf verschiedene Bereiche spezialisiert und können in unterschiedliche Risikoklassen eingeteilt werden. Jeder Fond hat seine Eigenschaften und ein bestimmtes Risiko, die anhand von Kennzahlen ermittelt werden.

Von Bedeutung ist, dass das Fondsvermögen geschützt ist. Wenn die Fondsgesellschaft in Konkurs geht, fließt das Analagevermögen nicht in die Konkursmasse. Das Anlagekapital wird bei unabhängigen Depotbanken hinterlegt und ist per Gesetz, getrennt vom Unternehmensvermögen aufzubewahren.

Die steuerliche Behandlung von Investmentfonds richtet sich danach ob die Wertsteigerung des Investmentfonds aus Erträgen oder aus Wertzuwächsen vorliegt.

Offen und geschlossene Fonds

Zu beachten ist die Unterscheidung zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Offene Fonds können jederzeit gekauft und verkauft werden. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei geschlossenen Fonds um langfristige und unflexible unternehmerische Beteiligungen. Wichtig zu wissen ist, dass geschlossene Fonds in Sachanlagen investieren, daher ist die Mindestlaufzeit meistens sehr lang und ein Ausstieg ist nicht möglich. Für Kleinanleger ist diese Art von Investment nicht geeignet, da die Mindestanlage und das Risiko sehr hoch sind.

Welche Arten von Fonds gibt es?

Aktienfonds

Ein Aktienfond ist ein Investmentfonds der ausschließlich oder überwiegend in Aktien investiert. Es handelt sich um mehrere Aktien, die zu einem bestimmten Preis, gebündelt in einem Paket, gekauft werden. Wer in Aktienfonds investiert, beteiligt sich an mehrere Aktiengesellschaften und kann den Ausmaß der Beteiligung selbst bestimmen. Jeder Aktienfonds unterliegt bestimmten Vorgaben und hat einen bestimmten Schwerpunkt. Dieser kann eine Spezialisierung auf eine bestimmte Region oder Land, eine bestimmte Branche oder einen bestimmten Index, sein. Aktienfonds haben ein höheres Risiko aber auch größere Chancen auf Wertsteigerungen.

Rentenfonds

Der Rentenfonds investiert in festverzinsliche Wertpapiere, sogenannte Renten. Es handelt es sich dabei, um sichere Staatsanleihen bis hin zu sehr riskanten Hochzinsanleihen. Das Portfolio kann auch Pfandbriefe, Inhaberschuldverschreibungen oder Genussscheine beinhalten. Beim Erwerb von vielen verschiedenen festverzinslichen Wertpapieren kann das Risiko vermindert werden. Erträge setzen sich meistens aus Zinsausschüttungen zusammen und sind daher eine Anlagemöglichkeit für risikoscheue Anleger.

Mischfonds

Mischfonds investieren gleichzeitig in Aktien und Anleihen. Je nach Marktchancen und Vertragsbedingungen kann der Schwerpunkt variieren. Diese Art von Fonds eignet sich für Anleger, die die Chancen des Aktienmarktes nutzen wollen und gleichzeitig, durch verzinsliche Wertpapiere, eine gewisse Sicherheit haben wollen.

Dachfonds

Bei Dachfonds wird das Vermögen des Anlegers auf verschiede Zielfonds verteilt. Es werden keine einzelnen Wertpapiere gekauft, sondern Fondanteile anderer Fonds. Es entsteht dadurch eine 2-fache Risikostreuung. Diese Art von Fonds ist besonders für kleine Beträge geeignet, da sie eine standardisierte Vermögensverwaltung ermöglichen. Diese Investition ist jedoch sehr teuer, denn Anleger müssen oft für die Verwaltung des Dachfonds zahlen, sowie für die enthaltenen Fonds.

Hedgefonds

Bei dieser Art an Investmentfonds wird in drei Assets investiert: Aktien, Anleihen, Devisen und Derivate. Des Weiteren werden Leerverkäufe getätigt und Kredite zur Ausnutzung der Hebelwirkung eingesetzt. Beim Leerverkauf werden Kassenpapiere verkauft die man zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses nicht besitzt. Bei dieser Art von Fonds kann auch in Options und Futures investiert werden. Unabhängig vom Trend der Anleihe- und Aktienmärkte streben Hedgefonds das höchstmögliche Ertragsziel an und sind daher mit einem sehr hohen Risiko verbunden.

Indexfonds

Indexfonds (auch als Exchange Traded Fonds angeboten) gehören zu den börsengehandelten Fonds und bilden einen bestimmten und repräsentativen Börsenindex möglichst exakt nach. Es existieren Indexfonds auf den DAX oder den TecDAX. Die Gewinne sind auf die Entwicklung des Indexes begrenzt. Ein großer Vorteil für Anleger: Der Aufwand ist geringer als bei aktiv gemanagten Fonds und daher fallen auch die Kosten geringer aus.

Immobilienfonds

Beim Immobilienfonds besteht die Kapitalanlage im Wesentlichen aus Grundstücken und Gebäuden. Die Rendite eines Immobilienfonds erfolgt durch regelmäßige Mieteinnahmen und eventuelle Immobilienwertsteigerungen. Zu beachten ist, dass es offene und geschlossene Immobilienfonds gibt. Bei geschlossenen Immobilienfonds wird nur in eine oder zwei Immobilien investiert. Das Risiko ist höher und die Investition ist sehr kostspielig. Es wird unerfahrenen Fondsanlegern davon abgeraten in Immobilienfonds zu investieren.

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