Haben Sie den Wunsch Ihre eigene Kanzlei zu gründen? Die Selbstständigkeit als Steuerberater bringt viele Vorteile, doch sollte man sich nicht ohne Vorbereitung und gründliche Überlegungen in das neue Abenteuer stürzen. Wir zeigen Ihnen die sechs häufigsten Fallstricke bei der Gründung der eigenen Kanzlei, damit Sie besser vorbereitet sind.

Kennen Sie das? Sie sind seit ein paar Jahren als Steuerberater im Geschäft und immer häufiger kommt die Frage auf: Soll ich mich als Steuerberater selbstständig machen?

Die Gründung einer eigenen Kanzlei kann eine unglaubliche spannende und lohnende Erfahrung sein. Doch bevor Sie sich Hals über Kopf in das Abenteuer Selbstständigkeit stürzen, sollten Sie die größten Fallstricke kennen. Vermeiden Sie als Steuerberater diese Fehler und Ihr Vorhaben sollte unter einem guten Stern stehen.

Achten Sie beim Start Ihrer eigenen Kanzlei daher auf Folgendes:

  1. Vermarkten Sie sich
  2. Halten Sie sich an hohe Standards
  3. Stellen Sie sicher, dass Sie es aus den richtigen Gründen tun
  4. Wählen Sie Ihre Zielgruppe
  5. Lassen Sie sich beraten
  6. Stellen Sie die richtigen Mitarbeiter ein

1. Versäumen Sie nicht, sich selbst zu vermarkten

Ganz am Anfang nüssen Sie zunächst einen neuen Mandantenstamm aufbauen. Viele Steuerberater, die von der Selbstständigkeit träumen, denken darüber zunächst nicht nach, da Sie es aus der bisherigen Kanzlei gewohnt waren, dass Kunden von selbst kommen. Wenn Sie keine bestehende Kanzlei übernehmen, müssen sie beim Thema Mandantengewinnung bei Null anfangen. Hierbei gibt es verschiedene Tricks, um den Einstieg zu erleichtern. Wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihren Mandanten aufgebaut haben, werden diese Sie weiterhin Bekannten empfehlen. Vielleicht können Sie diese Mandanten auch mitnehmen. Trotzdem sollten Sie sich eine gute Marketingstrategie überlegen, um im Wettbewerb mit anderen bestehen zu können. Investieren Sie zudem Zeit in den Aufbau einer Social Media Strategie. 10 Minuten am Tag auf Xing und Linkedin können schon reichen, um neue Mitarbeiter und Kunden zu finden. Ein anderer Ansatz wäre es auch auf öffentliche Ausschreibungen zu bieten - und zwar mit einem niedrigen Preis. Wenn Sie den Job bekommen, übertreffen Sie die Erwartungen der Kunden. So bekommen Sie die Möglichkeit sich bei öffentlichen Einrichtungen und lokalen Organisationen einen Namen zu machen. Dies führt wiederum zu positiver Mund-zu-Mund-Propaganda und kann Ihnen bestimmt einige neue Türen öffnen. Vielleicht führt dieser Ansatz nicht gerade zu den erhofften Einnahmen, aber das Ergebnis könnte es durchaus Wert sein.  

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2. Abkürzungen nehmen

Als Steuerberater ist es wichtig, Ihren Kunden ein gutes Vorbild zu sein. Dies gilt insbesondere bei der steuerlichen Vorbereitung. Sie sollten Ihren Mandanten niemals raten moralisch und ethisch fragwürdige Methoden zur Steuervermeidung anzuwenden. Wenn Sie Ihrem Kunden signalisieren, dass solche Praktiken “ok” sind, dann geben Sie ihnen automatisch grünes Licht es ebenfalls bei Ihnen zu tun. Das heißt, Ihre Mandanten werden Sie und Ihre Dienstleistungen womöglich ausnutzen. Wenn Sie sich an hohe Standards halten, werden Ihre Kunden dasselbe tun.

3. Aus den falschen Gründen gründen

Zugegebenermaßen bringt die Selbstständigkeit viele Vorteile. So sind Sie Herr oder Frau Ihres eigenen Zeitplans, Sie haben die alleinige Kontrolle und das letzte Machtwort, wenn es um wichtige Entscheidungen geht, Sie entscheiden die Zukunft und Richtung Ihres Geschäfts - nur um ein paar zu nennen. Sie sollten sich jedoch sicher sein, dass Sie nicht blind Ihre eigene Kanzlei eröffnen. Schließlich kommen all diese Vorteile mit einem Preis: zermürbende und zeitraubende Arbeit.

Viele Personen machen den Schritt in die Selbstständigkeit, weil sie es Leid sind, für andere zu arbeiten. Obwohl dies durchaus ein akzeptabler Grund ist, stellen Sie sicher, dass Sie nicht einfach auf Ihrem alten Chef wütend sind. Schließlich bringt die Gründung wirklich viele Herausforderungen mit sich, die man nicht direkt bedenkt. Hier können Sie ein kurzes Quiz machen, ob Sie zu der Gründung bereit sind.

 

4. Keine Zielgruppe definieren

Wenn Sie Ihre eigene Kanzlei gründen, ist es wichtig zu entscheiden, welche Art von Kunden Sie haben möchten. Viele Steuerberater machen den Fehler, ihre Dienstleistungen jedem anzubieten, der ihnen nur zuhören will. Zugegeben, Sie sollten Kunden auf all Ihre Kompetenzen aufmerksam machen, aber achten Sie darauf, ein Spezialgebiet oder eine Reihe von Stärken in einem bestimmten Bereich zu entwickeln. Entscheiden Sie dann, auf welches Segment Sie sich fokussieren möchten.

Lieben Sie es anderen Personen bei der Gründung zu helfen? Wollen Sie sich auf Personen spezialisieren, die zum ersten Mal eine Steuerberatung benötigen? Stellen Sie dann auf Ihrer Website eine Liste all Ihrer Fähigkeiten und Dienstleistungen, damit andere potenzielle Kunden etwas über Ihre Spezialisierung erfahren können.

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5. Die Hilfe anderer Berater vermeiden

Steuerberater sind häufig Berater für Unternehmer, Hausbesitzer und vielen weiteren Personen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Steuerberater selbst keine eigenen Berater benötigen. Wenn Sie Ihr eigenes Unternehmen gründen, sollten Sie auch entsprechende Hilfe suchen, um Ihr Unternehmen von Anfang an in die richtige Richtung lenken zu können. Potenzielle Berater könnten andere Steuerberater, Kleinunternehmer, IT-Fachleute, Banker, Anwälte und viele mehr umfassen. Überlegen Sie, in welchen Bereichen Sie selbst gut aufgestellt sind und wo Sie noch von professioneller Beratung profitieren könnten. Auch wenn Sie bereits ein Experte für Gründung sein sollten, wird es bestimmt Dinge geben, wo Sie aus der Beratung einen Nutzen ziehen können - und sei es nur um die Technik in Ihrer Kanzlei zum Laufen zu bringen.

6. Nicht die richtigen Mitarbeiter einstellen

Ihre Mitarbeiter sind eine unglaublich wichtige Grundlage für den Erfolg oder Misserfolg Ihres Unternehmens. Mitarbeiter sollten Ihr Ziel teilen, hart arbeiten und an die Zukunft Ihrer Kanzlei glauben. Ob es sich um einen Sekretär oder Praktikanten handelt - die Auswahl des richtigen Mitarbeiters ist in jeder Position entscheidend. Der Schlüssel jemanden passendes zu finden, besteht darin, einen großer Pool potenzieller Kandidaten zu bekommen. Das heißt, Sie müssen die Stellenausschreibung bewerben und zwar auf so vielen Plattformen wie nur möglich. Je mehr gute Kandidaten sich bei Ihnen auf die ausgeschriebene Stelle bewerben, desto höher ist die Chance, einen geeigneten Mitarbeiter zu finden. Seien Sie wählerisch und analysieren Sie die Lebensläufe und die Kommunikationsfähigkeiten der Kandidaten.

Wir wünschen Ihnen viel Glück bei der Gründung. Falls Sie auf der Suche nach neuen Mandanten und passenden Fällen sind, kann Ageras der richtige Partner an Ihrer Seite werden. Wir wissen, dass es sehr zeitaufwendig sein kann neue Kunden zu suchen und zu gewinnen. Wir kennen die Herausforderungen Ihres Berufs und wollen Ihnen gerne dabei helfen, mit so wenig Aufwand wie möglich, die Kunden zu finden, die Sie tatsächlich suchen. Überlassen Sie uns die Neumandantenakquise. Es ist leicht und spart Ihnen viel Zeit.

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