Der Wunsch, sich als Unternehmensberater selbstständig zu machen kann mit den richtigen Schritten zur Realität werden - doch auch hier gibt es wie für andere Existenzgründer bestimmte Faktoren zu beachten.  Erfahren Sie hier, welche Schritte Sie in den ersten Phasen der Gründung beachten sollten und welche Rechtsform für Sie passend ist.

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Was zeichnet einen guten Unternehmensberater aus?

In Deutschland gibt es mehr als 16.000 Beratungsfirmen. Auch wenn der Unternehmensberater in Deutschland keine rechtlich geschützte Berufsbezeichnung ist, gibt es dennoch Voraussetzungen, die erfüllt werden sollten, um sich von der Masse abzuheben. Wer als Unternehmensberater erfolgreich sein möchte, muss sowohl ein hohes Maß an fachmännischem Know-How als auch ausgeprägte analytische Fähigkeiten und soziale Kompetenz haben. Um notwendiges Wissen von wirtschaftlichen Zusammenhängen aufzubauen und Optimierungsprozesse in einem Unternehmen zu erkennen ist zum Beispiel ein Studium als Betriebswirt ratsam. Der Unternehmensberater muss die nötige Branchenkenntnis entwickeln und sich tiefgreifend in das wirtschaftliche Umfeld seines Kunden eindenken können.

Ein Unternehmensberater kann sich in den verschiedensten Bereichen und Branchen spezialisieren und die Aufgaben sind vielfältig. Zu den typischen Aufgaben gehören neben Wachstumsprojekten auch Initiativen zur Optimierung von Prozessen. Darunter zählen beispielsweise:

  • Optimierung der Produktionszeiten eines Herstellers
  • Entwicklung einer Marktstrategie
  • Beratung bei geplanten Fusionierungen mit Konkurrenten
  • Erstellung einer Rekrutierungsstrategie für geeignetes Personal bei einer Expansion

Wie gründet man eine Unternehmensberatung?

Sobald Sie sich dafür entschieden haben eine Unternehmensberatung zu gründen, kann Ihnen ein Experte wertvolle Unterstützung geben. In der Gründungsphase können viele Fragen aufkommen, bei denen ein Steuerberater helfen kann. Für eine Neugründung ist es zunächst wichtig, dass eine rechtliche und wirtschaftliche Grundlage geschaffen wird. Hierzu gehört die Erstellung eines Unternehmenskonzeptes, die Erstellung eines Businessplans inklusive einer Marktanalyse und die Wahl einer passenden Rechtsform. Der Businessplan dient zugleich als Grundlage für die Kapitalbeschaffung.

Weiterhin kann der Steuerberater in dem Prozess der Marktanalyse und Erstellung des Konzeptes beurteilen, ob es sich bei der Geschäftsidee um ein profitables Konzept handelt - für den Gründer selbst dient dieser Prozess ebenfalls als eine Art Konfrontation mit dem eigenen Konzept. Sind Sie sicher, dass Sie genügend Kapital haben?

Ein neues Unternehmen baut auf finanzielle Bausteine auf, die aus Eigenkapital, einem Darlehen von einer Bank oder auch Fördermitteln bestehen können. Für die Darlehensbeantragung bei einer Bank stellt die Erstellung eines Businessplans einer der ersten Schritte dar. Ein fehlerfreier und sorgfältig durchdachter Businessplan erhöht die Chancen auf einen erfolgreichen Antrag auf Fördermittel. Ein kompetenter Steuerberater achtet nicht nur auf die wichtigsten Details in der Ausarbeitung, sondern auch auf entsprechende Fristen - je nach Bundesland oder Gemeinde wird es verschiedene Möglichkeiten geben, die von Existenzgründern wahrgenommen werden können. Falls Sie mit dem Gedanken spielen, als Unternehmensberater eine Firma zu gründen, kann Ihnen somit schon vor der Gründung ein Steuerberater helfen.

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Gilt die Unternehmensberatung als freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit?

Die Unternehmensberatung kann als freiberufliche Tätigkeit beschrieben werden und ist somit beim Gewerbeamt nicht anzeigepflichtig - im Gegensatz zur gewerblichen Ausübung einer Tätigkeit, die in der örtlichen Gewerbemeldestelle angemeldet werden muss. Die Gewerbemeldestelle des jeweiligen Finanzamtes bestimmt zu welcher Kategorie eine Tätigkeit gehört, da dies vom Einzelfall abhängig ist. Da der Unternehmensberater generell als Gewerbetreibender eingestuft wird, muss eine der vier gängigsten Rechtsformen ausgewählt werden:

  • Einzelunternehmen
  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Welche Rechtsform ist für Unternehmensberater geeignet?

Die passende Wahl der Rechtsform des Unternehmens kann den Erfolg oder Misserfolg einer neuen Unternehmensberatung bedeuten. Ein Steuerberater kann dem Unternehmensberater in dem Gründungsprozess die Vor- und Nachteile der entsprechenden Rechtsformen (z.B. Einzelunternehmen, GmbH, GbR) darstellen und bei der Entscheidung zur geeigneten Wahl helfen.

Folgende Kriterien können bei der Wahl der Rechtsform eine Rolle spielen:

  • Gründungsaufwand
  • Form der Buchführung und Steuerbelastung
  • Nötiges Mindestkapital
  • Anzahl der Gründer
  • Beteiligungsmöglichkeit und Finanzierung
  • Haftungsbeschränkungen auf das Gesellschaftsvermögen
  • Image des Unternehmens

Sollte man ein Einzelunternehmen gründen?

Sollte man sich dafür entscheiden, als Unternehmensberater den Betrieb der eigenen Firma selbst zu übernehmen, dann könnte die Gründung eines Einzelunternehmens von Vorteil sein. Diese Option ist für Freiberufler attraktiv und für Personen, die ein für deren Tätigkeit als Berater, ein Gewerbe anmelden möchten. Zur Gründung der Firma muss zwar keine Mindesteinlage getätigt werden, jedoch haftet der Einzelunternehmer mit seinem gesamten Vermögen.

Sollte man eine GbR gründen?

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zählt zu den Personengesellschaften. Da eine Einlage eines Mindestkapitals in diesem Fall nicht erforderlich ist, ist dies eine Möglichkeit für eine schnelle Unternehmensgründung - wenn mindestens zwei Unternehmensberater die Gründung einer Firma planen. Hinsichtlich möglicher Haftung bei Schadensersatzklagen von Mandanten oder Verlusten, ist eine GbR einer GmbH unterlegen. In diesen Fällen haften die Gesellschafter ausnahmslos, auch mit deren Privatvermögen.

Sollte man eine GmbH gründen?

Sollte der Fokus auf eine möglichst geringe Haftung liegen, dann kann sich ein Unternehmensberater bei der Wahl der Rechtsform für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) entscheiden. Eine GmbH kann alleine, oder auch mit Geschäftspartnern gegründet werden. Für die Gründung einer GmbH ist eine Mindesteinlage von 25.000 € erforderlich. Ein großer Vorteil der Gründung als GmbH ist die beschränkte Haftung, durch die ein Unternehmensberater, im Fall von Verlusten, mit dem Kapital der GmbH und nicht mit dem eigenen Privatbesitz haftet.

Wie kann ein Steuerberater Unternehmensberatern helfen?

In den verschiedenen Phasen der Gründung sowie im laufenden Betrieb einer Unternehmensberatung kann ein Steuerberater auf verschiedene Weise hilfreich sein.

Verschiedene Beratungsschwerpunkte können hier unter anderem sein:

  • Existenzgründungsberatung
  • Wahl der passenden Rechtsform
  • Controlling und Reporting
  • Sanierung und Restrukturierung
  • Finanzierung
  • Unternehmensnachfolge
  • Fusion mit anderen Firmen, darunter Unternehmenskauf und Unternehmensverkauf
  • Beratung in diversen Bereichen wie zum Beispiel IT, Personalwesen, Versicherungen
  • Ansetzung von Steuer-Vorauszahlungen
  • Ordnungsgemäße Buchführung und Verwaltung von Belegen
  • Übersicht über anfallende Steuern und deren Fristen
  • Steuererklärungen

Wie kann ein Unternehmensberater auch in Zukunft erfolgreich sein?

Als Unternehmensberater ist es wichtig, das eigene Wissen konstant zu erweitern und Kundenkontakte zu pflegen. Haben Sie sich selbst in der Wirtschaftsprüfung, Buchhaltung oder Steuerberatung spezialisiert? Eine entsprechende Interpräsenz ist in der Gewinnung von neuen Mandanten von entscheidendem Vorteil. Zu diesem Zweck haben wir unsere Plattform entwickelt - um einen Marktplatz für Steuerberatungs- und Buchhaltungsleistungen zu erschaffen. Finden Sie schon heute Mandanten auf dem Markplatz und erstellen Sie hier ein kostenloses Profil.

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